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Wisst ihr, was eine ist? Man nennt sie auch , *r oder . Das sind Menschen, die vielfältigste Interessen und übergreifendes Wissen haben, deren Hobbys eine große Bandbreite abdecken. Damit einher geht bisweilen, dass sie nicht lange bei bestimmten Themen verweilen – sondern oft wie ein Schmetterling von einem spannenden Ding zur nächsten interessanten Sache flattern. Häufig gepaart mit einer großen Freude am Lernen und/oder interdisziplinärem Arbeiten.

Das formale Gegenstück ist übrigens die mit sehr vertieftem Wissen in einem bestimmten Sachgebiet. Und natürlich gibt es viel dazwischen.

Wichtig: In Abgrenzung zum betrachten sollte man und . Beides kann mit dem Scannersein kann zusammenfallen, muss aber nicht.

Ich bin mir sicher, dass jeder von euch jemanden kennt, der die Züge einer Scannerpersönlichkeit hat, aber nichts davon ahnt. Wer fällt euch ein?

@empathroet Na gerne! Schön hier mal jemanden mit Sozialhintergund zu treffen, das freut mich besonders! 🤗

@maria Jepp, das scheint auf mich ziemlich gut zuzutreffen…

@maria Kann jemand auch gleichzeitig Scanner- und Taucherpersönlichkeit sein?

Beispielsweise im Beruflichen sich in die Materie total vertiefen, aber Privat wechseln die Interessen immer wieder.

Oder umgekehrt.

@zikka Das ist eine gute Frage! Ich mache die Definition ja nicht. 😄 Kann mir das aber gut vorstellen, vor allem beruflich gezwungene Taucher könnten im privaten das Scannersein gut als Ausgleich nutzen.

Mein Gedanke dazu: In den früheren Karrierepfaden wurde Spezialistentum hart gefördert. Sogar Führungskräfte waren lange Zeit die, die von der Sache am meisten Ahnung hatten und nicht diejenigen, die am besten Menschen führen. Und auch jetzt noch gibt es viele Jobs, in denen man natürlich mit persönlicher Neigung zum Tauchersein die Idealbesetzung zu sein scheint: Wenn sehr vertieftes Wissen notwendig ist. Oft denkt man dabei zuerst an Bereiche wie Medizin, Recht, Finanzen, Ökonomie.
Inzwischen ist aber dank Globalisierung, und auch immer mehr der Generalist gefragt und die übergreifenden Denker werden sichtbarer. Gegeben hat sie es mit Sicherheit schon immer. Dazu kommt: Inzwischen ist auch Information leichter verfügbar, sodass Scannersein einfacher auszuleben ist.

@maria Ich denke das ich so jemand bin, jedoch denke ich das es auch ein Teil meiner Hochsensibilität ist.

@RayFintano Das kann ich mir gut vorstellen. Wenn ich darf, hab ich eine Frage an dich dazu:
Ich hab dann immer den Gedanken, dass bei Hochsensiblen nicht wie beim Scanner das Interesse der Auslöser ist, sondern die Wahrnehmung. Also eben WEIL man so hochsensibel ist und viel in Resonanz geht, kommt man automatisch an super vielen Themen vorbei. Ist das so? Oder wo entsteht die Brücke zwischen den beiden Themen bei dir?

@maria Das übernehme ich für mich mal so. NeoGeneralist klingt auch besser als ADHS 😄

@Starbuckge Ah, das ist eine interessante Brücke! Daran hab ich tatsächlich noch gar nicht gedacht. Aber ja, liegt irgendwie auch nahe. Ich weiß aus eigener Erfahrung als Scanner, dass mindestens die große Unruhe ein verbindendes Element ist.

Was meinst du, wie Scannersein und zusammengehören? Ist Scanner dann also eine der möglichen sichtbaren Auswirkungen und ADHS eine (!) mögliche Ursache fürs Scannersein?

@maria @Starbuckge Ich bin noch neu im Thema #adhs – soweit mein Gefühl: Ich finde, dass Hyperfokus, Langeweile und die Fähigkeit, schnell, intensive Verbindungen einzugehen, da gut mitschwingen. Menschen/Begegnungen faszinieren > man ist schnell bei tieferen Themen > Themen interessieren > oh, ein neues Hobby > in aller Breite (und Tiefe?) erfassen wollen > an Herausforderungen stoßen (die langwieriger sind) oder Langeweile > inzwischen neue Menschen getroffen …

@maria Schwierig zu trennen, viele Symptome sind ja zumindest ähnlich. Bei Erwachsenen ist die Bandbreite sogar noch größer durch anerlernte Ressilienz. Aber die Schnittmenge zwischen den Scannern und ADHSlern dürfte groß sein.

@maria ist das sowas was man in bewerbungen schreibt oder eher was zum einfach besserfühlen

@maria
"Scannerpersönlichkeit". Kommt marketingmäßig echt besser als mein "Ich kann alles n bisschen und nix richtig"!

@Luise Für die Außendarstellung ists in zweiter Linie auch praktisch, das stimmt. Erstmal war es aber bei mir fürs innere Ich ein Aha-Moment und ein großes Stück sich selber besser verstehen (und annehmen). Und ich sehe immer wieder, wie viele sich ebenfalls erkennen und »Aha!« rufen, wenn ich davon erzähle. Hier auch. Und das ist einfach schön. 😊

Und inzwischen sind Generalisten auch immer gefragter, siehe hier
dresden.network/@maria/1082982

@maria Hat das Krankheits-/Behandlungswert, oder sind das nur wieder zusätzliche Schubladen, damit sich Leute in Eigendiagnose besonders und wichtig fühlen?

@gay_pirate Für viele Betroffene hat es zunächst mal einen hohen Selbsterkennungswert, das eigene Denken und Tun besser zu verstehen. Es ist oft erleichternd, eine persönliche Eigenschaft unter anderen Vorzeichen zu betrachten und die Perspektive zu wechseln, wenn einem die Gesellschaft bisher suggeriert hat, man sei in seiner Eigenart nicht wertvoll, nur weil man nicht konform geht mit der Masse.
Vielleicht ist das ja ein Gedanke, den du aus eigener Erfahrung nachvollziehen kannst.

@maria Ich persönlich seh in der konkreten Aufdröselung tatsächlich keinen Nutzen, weil irgendwie fast jeder unter eins davon fällt / ich es nie erlebt habe, dass ein Mensch aufgrund der Art und Weise, wie er seine Interessen auslebt / zeigt Ausgrenzung oder Stigma erfährt. (Soziale Isolation und Vernachlässung der eigenen Bedürfnisse durch extreme Hyperfixierung vl. ausgeschlossen.)
Für mich ist das nur wieder sowas, was in Bios landet und Menschen teilt, wie der Meyers-Briggs Unsinn

@gay_pirate Ah verstehe, danke für die Erklärung! Ich sehe es gar nicht als Abgrenzung zu anderen oder Selbstbeweihräucherung, sondern als Hilfe, sich selbst und ggf. andere besser zu verstehen. Also eher verbindend und gegenseitig Verständnis schaffend. Das scheint mir einfach eine andere Perspektive zu sein als deine, was ja okay ist. 😊

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