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Neue Studie:

Ein "sauberer" Holzofen, wie er zukünftig eingebaut werden soll, ist 750mal dreckiger als ein LKW.

amp.theguardian.com/environmen

@markus Ist vergleichbar mit dem "Clean Coal"-Märchen vom Trumpeltier.

@markus
Ich bin noch auf der Suche nach einem kleinen, raumluftunabhängigen Holzofen (2-3kW), der mit ordentlichen Filtern betrieben werden kann. Idealerweise kommt er ohne elektrische Be-/Entlüftung aus und entlässt praktisch nur CO2 durch den Schornstein. Sowas sollte doch technisch machbar und bezahlbar sein.

@pascal
Ernsthaft? Dann solltest Du bitte Dein Profilbild ändern. Holz verbrennen ist und bleibt Dreck und schadet der Umwelt und Deiner Nachbarschaft, da ändert kein Filter dieser Welt etwas dran.

@markus @pascal ich mische mich mal zur Richtigstellung kurz ein: Holz verbrennen ist und bleibt einfach mal co2 Neutral.

@markus @wolf @pascal
Das nachwachsende Holz wird sicher nicht reichen, um unseren Wärmebedarf zu decken. Eine Pelletheizung für alle ist keine Lösung. Ein offener Kamin oder ein Holzofen erzeugen sicher Feinstaub und andere unerwünschte Gase. Aber wo das Holz vorhanden ist könnte das Verbrennen einen kleinen Beitrag leisten.

@peter @markus @pascal klar, aber wir müssen endlich weg von dieser zentralistischen Großtechnikillusion.
Dezentrale individuell an die unterschiedlichen Lebensbedingungen adaptierte Energiemixe sind aus meiner Sicht die einzige Chance die wir haben. Und ja, Holz, da wo es anfällt, oder auch einfach übrig ist trägt da in Kombination mit guter Dämmung als Baustein einer Energiewende seinen Teil bei. Wo es sinnvolle Flächen für Sonnenkollektoren gibt werden wir die ebenso brauchen wie die Windkraftanlagen in windigen Gegenden, Wasserkraft kann da wos Gefälle gibt ebenso dazu beitragen wie Biogas, wo es Viehlandwirtschaft gibt.
Dieses Groß-Groß geht nur immer nach hinten los.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass unser Wärmebedarf unser geringstes Problem ist. Abwärme produzieren wir an zahlreichen Stellen zu Hauf (ja, auch ein Problem), aber die könnten wir ja auch nutzen wo sie anfällt. Und Wärme lässt sich ziemlich gut speichern.
@markus @pascal @wolf Wenn ich den Baum selbst mit Muskelkraft umsäge, zerkleinere und heimdchleppe... schon.

Es ist aber bescheuert, bereits gebundenen Kohlenstoff wieder freizusetzen... besser man baut Häuser und Brücken aus Holz.

@jakob
Klar, wir werden sehr viel Kohlenstoff aus der Atmosphäre entfernen müssen. Allerdings wird der Umbau eine Weile dauern. Der erste Schritt sollte meiner Meinung nach sein, die restlichen Fossilen im Boden zu lassen. Alles, was dabei hilft (auch Verbrennung von Holz und Biogas), sollten wir nicht kategorisch ausschließen. Die nachteilfreie Wunderlösung gibt es einfach nicht.
@pascal @markus @wolf

@pascal @markus @wolf Holz als Wärmequellealternative zu fossilen Energieträgern zu forcieren ist in etwa so klug wie Obama den Friedensnobelpreis zu verleihen, weil er "nicht Bush ist"...

@jakob
Ist die Synthese von Methan oder die Erzeugung von Biogas deutlich effizienter, als die Nutzung von Holz? Dann bin ich definitiv bei Euch.
@pascal @markus @wolf

@pascal
@jakob @markus @wolf
Holz verbrennen in Kleinanlagen ist energetisch effizienter, aber nicht zwingend besser für die Umwelt. Wird das mit der Holzverbrennung stärker fokusiert hat man dann die Schwefeloxid- und Schwefelwasserstoffemissionen wieder auf einem Niveau wie anno dazumal als Kohlekraftwerke keine Filter hatten. Waldsterben 2.0 im Anmarsch und dabei fliegen über hiesigen Wäldern immer noch Helikopter um die Wälder zu kalken um den Phwert zu regulieren. Folgen der 1.0

@markus
Noch sind wir leider nicht so weit, dass wir problemlos Holzreste im Boden einbuddeln können, damit irgendwann der eingefangene Kohlenstoff in Steinkohle gebunden bleibt. Meine Heizalternativen in der Mietwohnung sind Erdgas (ggf. 100% Bio-Erdgas), Ökostrom (Backofen, PC unter Vollast), Sonnenlicht auf der Südseite und Körperwärme. Mit vielen Verrenkungen könnte auch eine Wärmepumpe nutzbar sein.
Für umsetzbare Alternativen bin ich dankbar.
@pascal

@pascal
Große Lochr im Boden sind ja vorhanden im Luschet-Land.
Müsste man nur das Holz dort einlagern....
@markus

@crossgolf_rebel
Klar. Das werden wir in absehbarer Zeit machen müssen. Vorher ist es aber erstmal einfacher, alles Fossile im Boden zu lassen. Da verbrenne ich lieber Kohlenstoff, der "gerade erst" der Atmosphäre entzogen wurde. Dass das mittelfristig leider nicht ausreichen wird, ist mir bewusst.
@pascal @markus

@pascal
Erdgas verbrennt immer noch sauberer als Holz, Holz wächst auch nicht so schnell wie es verbrannt wird und Wälder sind nicht einfach so erneuerbar. 🤷🏼‍♂️

3sat.de/wissen/nano/210331-hol

zdf.de/nachrichten/politik/ene

@crossgolf_rebel

@markus
Viel Holz würden wir gar nicht benötigen, da das Haus schon recht gut gedämmt ist. Wären alle Häuser auf diesem Stand, sollte der Wärmebedarf komplett über Erneuerbare (Windgas, Biogas, PV, Solarthermie, Nahwärme, etc.) gedeckt werden können. Das ist natürlich noch eine weitere wichtige Baustelle.
@pascal @crossgolf_rebel

@markus
Der von Dir zitierte Text handelt von Feinstaub. Meine Frage hingegen ist, ob es mittlerweile hinreichend feinstaubarme (idealerweise -freie) Kaminöfen gibt. Dass der eingangs genannte "Öko"-Standard ein Witz ist, ist mir klar.
Ich habe kein Interesse daran meine Mitmenschen mit übelriechenden oder "einfach nur" holzig riechenden Schwaden einzuräuchern. Schlimm genug, dass aus diversen anderen Schornsteinen brauner, stinkender Rauch quillt.
@pascal @crossgolf_rebel

@peter
Eine Variante, die ich prüfe, wäre das "BürgerÖkogas" der Energiegewinner eG.
energiegewinner.de/gas/
Ideal ist auch das nicht, weil es nicht für alle reichen wird. Aber so lange wir den "Biomüll" nicht nachhaltig und in großen Mengen verbuddeln können, kann das für mich eine schnell verfügbare Zwischenlösung sein. Nur kommt wie beim Holzofen am Ende auch CO2 raus...
Bilanziell kann ich ebenso gut lokales Holz verbrennen, wenn ich nur den Feinstaub los werden kann.
@pascal @markus

@pascal
@markus
Wenn du den Phosphor- und Schwefelanteile ausfiltern willst, muss das Abgas gewaschen werden. Bei Partikeln braucht es einen Filter, die regenerativ mit Hochspannung laufen.
Also entweder tierischer Aufwand oder du sorgst lokal für Emissionen, gegen die moderne Braunkohlekraftwerke sauber wirken. Ganz abgesehen, dass du die chemische Aufbereitung privat nicht zugelassen bekommen wirst.

@gom
Danke für die Aufklärung. Das klingt plausibel. Hast du dafür noch ein paar Quellen für die Recherche?
Vielleicht sollte ich einfach einen Diesel mit funktionierender Harnstoff-Abgasreinigung aus einem Auto nehmen und den mit altem Frittierfett betreiben. Dann kann man bei der Verbrennung gleichzeitig noch Strom gewinnen. Sowas ist in diesem Land ja immerhin schon zugelassen. 🤦
Vermutlich bleiben doch nur nachhaltig erzeugtes Methan oder eine Wärmepumpe mit Ökostrom.
@markus

@pascal
Quellen auf die Schnelle: nein
Aber die Holzöfen stinken einfach nach Schwefel und da schwefel wie auch Phosphor in jedem Lebewesen drinnen sind, wird das bei der Verbrennung frei. Genauso wie bei unentschwefelter Kohle, als ehemalige Pflanzenmasse.
@markus

@pascal @markus
und Methan und nachhaltig... Das ist auch ein Ding, wo es gar nicht mehr so toll ausschaut wenn man genauer hinschaut :/

@gom
Ja, es ist alles sehr schwierig und selten schwarz/weiß. Daher meine ernst gemeinte Frage nach praktikablen Lösungen, gerade als Mieter:
Wie bekomme ich Wohnraum im Winter möglichst klima- und umweltverträglich auf eine annehmbare Temperatur, ohne den Vermieter zu ärgern? 🤔
@markus

@pascal @markus
Kommt drauf wie das Mietverhältnis und Mietsache aussieht. Normalerweise kommt keine legale Insellösung an eine moderne Zentralheizung ran.
Wenn du was fürs Gewissen suchst: Genossenschaft für den Ausbau von Erneuerbaren energien beitreten. Oder wenn möglich einer Wohnungsgenossenschaft und dort anregen Solarenergie aufs Dach zu packen.

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