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Unter (auf Twitter) finden sich jede Menge ergreifender Geschichten, mit ähnlichem Tenor: krankheits- und/oder care-bedingter "Ausfall", Schikane durch Jobcenter, & auf dem Arbeitsmarkt allgemein. Niemand (!) verdient es, in Armut zu leben.
Menschen, die unglaubliches leisten und geleistet haben, alleinerziehend sind, Angehörige pflegen, ihre eigenen Kämpfe führen, die andere sich nicht im Ansatz vorstellen können, und und und. Das Klischee-RTL-Bild ist Unfug. /1

Wieso passiert diese Abwertung? Das hat neben fataler & falscher Inszenierung viel mit Selbstwert zutun. Durchschnittliche Person über der Armutsgefährdungsgrenze fühlt sich der Oberschicht näher als den Armutsbetroffenen. Überraschung - ist sie nicht: deutschlandfunk.de/nach-oben-b
Auch der Begriff "sozial schwach" zeigt das. Menschen, die damit gemeint sind, sind nicht sozial schwach, sondern finanziell & strukturell benachteiligt.
"schwach" beschuldigt Betroffene, "benachteiligt" zeigt auf die Gesellschaft, die diesen Zustand zu verantworten hat. /2

Die Schikane und Gängelung rund um ist auch Ausdruck einer solchen Gesellschaft. Demütigende staatliche "Fürsorge" entspricht keinem Begriff der Menschenwürde.
Nochmal: Niemand verdient es arm zu sein, jede/r verdient bedingungslose Unterstützung.

Ganz klar: Das jetzige "soziale" System muss ersetzt werden durch ein bedingungsloses Grundeinkommen. Keine Gängelung, kein Nackig-machen, keine Erniedrigung, keine Kürzung, keine Armut. Lasst uns dafür sorgen, dass der Vergangenheit angehören wird. 3/3

@stillnotlovin Grundeinkommen: Ja. Aber niemals bedingungslos. Wenn ich einen Teil meines Einkommens für die Unterstützung anderer aufwende, erwarte ich, dass diese sich zumindest um einen Job bemühen wenn sie es können. Ich muss schließlich auch arbeiten gehen.

@starborn ich sag das gern nochmal ausdrücklich: Niemand (!!) verdient es, in Armut zu leben. Der Kommentar untendrunter hat mein Argument schon sehr gut abgebildet - ich würde Deine Aussage aber gern noch aufdröseln.
Wie kommst Du zu der Annahme, dass Menschen nicht arbeiten *wollen*?
Was bedeutet Arbeit und Leistung für dich? Lohnarbeit? Zählt auch Familie, Pflege und Dienst an Freund:innen und Gesellschaft? Ehrenamt?

@stillnotlovin Ganz einfach. Wer nicht arbeiten kann, muss bedingungslos unterstützt werden. Wer keine Arbeit hat, grundsätzlich aber arbeiten kann, muss jede erdenkliche Hilfe erhalten, um einen Job zu finden und dabei natürlich in Würde leben können.

Alle anderen haben keinen Anspruch darauf, einen Teil meines Einkommens zu erhalten. Ich gehe nicht für Leute arbeiten, die das nicht wollen und dann irgendwo ein „Ehrenamt“ machen.

@starborn verstehe ich das richtig, Menschen haben nur einen Wert für die Gesellschaft, wenn sie.. Steuern zahlen?

@stillnotlovin Nein, das ist Polemik. Jeder Mensch hat eine Würde und ist wertvoll an sich. Ich unterstütze aber nur Menschen, die nicht arbeiten können oder Arbeit suchen. Wer aber arbeiten könnte und das nicht will, soll selber sehen wie er klarkommt. Von mir gibt es dafür keinen Teil meines Einkommens. Das ist dann deren Problem.

@starborn ich denke nach wie vor: die Gruppe, die du ausschließen möchtest existiert so nicht. Worauf deine Annahme basiert hast Du mir ja nicht beantworten wollen. Und ich finde es extrem bedenklich, ehrenamtliche Arbeit und weitere care-Arbeit so abzutun. Ebenso wie das Selbst- und Gesellschaftsbild dahinter. Vielleicht hilft Dir ja der DLF-Podcast, einen anderen Blick zu gewinnen.

@stillnotlovin Solidarität bedeutet: gegenseitig füreinander einstehen. Ich gebe einen Teil meines Einkommens ab für Menschen in Not. Die andere Seite der Solidarität bedeutet aber, dass der Empfänger davon so wenig wie möglich in Anspruch nimmt.

Das BGE kündigt die gesellschaftliche Solidarität auf, indem es die Empfänger von jeder Pflicht gegenüber der Gesellschaft löst. Es bliebe jedem selber überlassen. Und das ist schlicht: unsolidarisch.

@starborn heißt Lohnarbeitszwang allein hält unsere Gesellschaft am laufen? Ich hab da wirklich ein ganz ganz anderes Menschenbild.
Wie erklärst Du Dir überhaupt Ehrenamt? Auch Leute, die aufstocken, dh für das gleiche wie Hartz IV sogar noch arbeiten gehen, weil es ihr Leben erfüllt Dienst an der Gesellschaft zu leisten?
Wenn die Solidarität unserer Gesellschaft einzig und allein auf dem Konstrukt Lohnarbeitszwang und Sanktionierung beruht.. Dann will ich da nicht leben.
Du gehst doch auch arbeiten, weil das wohl für dich Pflicht für die Gesellschaft ist. Würdest du aufhören, wenn dein Einkommen anderweitig erstmal gesichert wäre?

@stillnotlovin Ich gehe arbeiten, um die Tauscheinheit Geld zu erhalten mit der ich dann den Bäcker entlohne, der mit dem Geld wiederum ein Auto kaufen kann, für dessen Herstellung wiederum andere entlohnt werden.

Wir arbeiten nicht aus Zwang sondern weil wir alle die Produkte benötigen, die wir alle herstellen.

So funktioniert die Gesellschaft der Arbeitsteilung. Und zu sagen „arbeitet ihr mal schön, ich male Bäume an von eurem Geld“, hat damit dann nichts mehr zu tun.

@starborn @stillnotlovin
Etwas Off-Topic, aber anbei ein paar Ehrenämter ohne die unsere Gesellschaft nicht oder nur deutlich schlechter funktionieren würde:
Freiwillige Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Sanitäts- und Rettungsdienste, Sterbebegleitung, Sport- und Betreuungsangebote, Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen für *benachteiligte Gruppe hier einfügen*, IT-Administration von Infrastrukturen (z.B. ein Großteil des Fediverse), usw.

@sonni @stillnotlovin Ja, und wenn man diese Ehrenämter für gesellschaftlich wichtig hält bin ich sehr dafür, hier über eine Entlohnung oder anderweitige Aufwertung nachzudenken. Immer nach dem Prinzip: Geld gibt es, wenn wir als Gesellschaft das für sinnvoll halten und demokratisch zu dieser Entscheidung kommen. Aber nicht pauschal und bedingungslos für jeden Hans und Franz.

@starborn @stillnotlovin

Ich glaube dir ist nicht klar, wie viele wichtige Aufgaben ehrenamtlich durchgeführt werden. Feuerwehr und THW sind z.B. hauptsächlich ehrenamtlich. Die DGzRS ist auch rein ehrenamtlich unterwegs. Die meisten Einsatzkräfte bekommen dafür keine (nennenswerte) Entschädigung.

Denkst du, wir können darauf verzichten?

@stillnotlovin @simon Nein, aber ich denke auch nicht, dass es dafür ein BGE geben sollte.

@starborn @stillnotlovin

Der Arbeitgeber wird für den Dienstausfall entschädigt btw. Für den Einsatz, Ausbildung ist immer Freizeit.

Aber für Arbeitslose soll der Staat keine Entschädigung zahlen?

(sorry dass ich deine liberale Bubble mal mit der Realität konfrontiere)

@stillnotlovin @simon Liberal? Nicht wirklich für mich steht Solidarität ganz oben. Und das heißt, dass beide Seiten verpflichtet werden — das BGE löst das auf.

Und die Rechnung zum Ehrenamt ist eine Milchmädchenrechnung. Der Feuerwehrmann bekommt sein Gehalt trotz Fernbleiben von der Arbeit bezahlt und der Arbeitgeber erhält diesen Ausfall als Entschädigung. Da verdient kein Arbeitgeber dran. Sprich: während des Einsatzes wird das Gehalt gezahlt.

@starborn @stillnotlovin Kai, wie kommst Du darauf, das bedingungslose ginge zu Deinen Lasten?! Du würdest es doch auch bekommen!

Und: derzeit ist es zwar mit gewaltigem Aufwand verbunden, aber letztlich bekommt jeder Berechtigte ohnehin einen Betrag X zur Sicherung seiner Grundbedürfnisse, aus welchem "Topf" auch immer.

Gäbe es das stattdessen das bedingungslose staatliche Grundeinkommen, würde ein milliardenschwerer Verwaltungsaufwand wegfallen und die Bedürftigen bekämen ihre Würde zurück.

Der würde sich dadurch freilich nicht wandeln. Die "Arbeitgeber" würden Lohn und Gehalt soweit drücken, dass man ohne Grundeinkommen nicht über die Runden käme.

Alles in allem: eine sehr wünschenswerte Umverteilung von Reich zu Arm mit dem Ergebnis einer viel lebenswerteren Gesellschaft.

Übrigens: wieso gehst Du arbeiten und lebst nicht von ? -> aus demselben Grund würde auch ziemlich jeder Empfänger des "Bedingungslosen" weiter arbeiten. Freiwillig.

@i2h2 @stillnotlovin Und das ist der zweite ungerechte Punkt am BGE: alle Sozialleistungen fielen weg in den Milchmädchenrechnungen der Befürworter, weil die Verwaltung ja so immense Summen binde. Dass es aber Menschen mit einem im Vergleich extrem hohen Bedarf an Unterstützung gibt — etwa: Behinderte, Pflegebedürftige, Alleinerziehende usw. — fällt beim BGE unter den Tisch. Es bekommt jeder die gleiche Summe. Wer mehr braucht, hat dann halt Pech.

@starborn @i2h2 davon bin ich nie ausgegangen, denn es kommt auf die Ausgestaltung an. Besondere Bedürfnisse brauchen mehr Geld. Niemand soll schlechter rauskommen als bisher.

@i2h2 @stillnotlovin Womit wir dann beim nächsten Problem wären: es gibt nicht das eine BGE Modell sondern sehr unterschiedliche — je nach Weltsicht. Allen gemeinsam ist nur die illusorische Annahme, dass mit der Einführung weiterhin der böse Kapitalismus doch Bitteschön die Gelder zum Umverteilen erwirtschaften soll. Lohnarbeit ist zwar irgendwie pfui, aber diejenigen, die sie machen und das BGE finanzieren, sollen sie bitte weiterhin machen.

@i2h2 @stillnotlovin Aber, klar, die Stichwörter des Klassenkampfes dürfen nicht fehlen: Die bösen Arbeitgeber, der böse Kapitalismus und natürlich eine Zwangsumverteilung.

„Holger, der Kampf geht weiter!“.

Auf diesem K-Gruppen Niveau läuft das ab.

@starborn @stillnotlovin Ja, der Kapitalismus ist eine Klassengesellschaft. Jede Gesellschaft ist eine Klassengesellschaft.

Ob man das nun "Kapitalisten" und "Proletarier" nennt oder "Reich" und "Arm": die Reichen plündern die Armen aus, so gut es eben geht und die Armen sind dagegen völlig machtlos, solange sie sich nicht zu wirklich schlagkräftigen Gruppierungen zusammenschließen.

In diesem Kontext steht auch der Kampf um ein Grundeinkommen.

Und: niemand hat je gesagt, das Grundeinkommen solle medizinisch notwendige Leistungen ersetzen!

Aus meiner Sicht sollte eine alleinerziehende Frau mit zwei Kindern logischerweise über ein dreifaches Grundeinkommen verfügen. Ich kann darin keine Benachteiligung erkennen.

@kai: ich glaube, Du willst gar keine sachliche Diskussion. Was ist denn schlecht daran, dass die, die den Mehrwert erwirtschaften, davon auch profitieren?

@i2h2 @stillnotlovin @kai Ach so, Klassenkampfrhetorik der 1980‘ger, in der einfach den bösen Kapitalisten nur das Geld weggenommen werden muss. Darum geht es also tatsächlich beim BGE. Um es ganz deutlich zu sagen: wer Brot haben will, soll arbeiten. Wer nicht arbeiten kann oder Arbeit sucht, soll natürlich bedingungslose Hilfe und Unterstützung erfahren.

@stillnotlovin Ich wehre dafür ein Dilemma in meinen Leben ist das ich nicht soviel Arbeiten kann wie ich muss, mit einem BGE kann ich soviel Arbeiten wie ich schaff, und ich denke das Trift auf einen sehr Großen Teil unserer Gesellschaft zu, und auch viele mit H4 und GruSi werden das gleiche Problem haben, außerdem würde es die Integration fördern.

@stillnotlovin Ich bin im Rahmen des bestehenden Systems absolut für ein BGE das ein anständiges Leben und ein Teilhabe an der Gesellschaft und Kultur ermöglicht. Ich rede nicht von Luxus für alle, sondern von einen guten Leben. Das sollte eine Gesellschaft ausnahmslos jeden der in ihr lebt ermöglichen.

Das was @starborn anspricht sehe ich grundlegend anders. Jeder Mensch hat das Bedürfnis etwas in seinen Augen sinnvolles zu tun, viele machen das auch heute schon unentgeltlich im Rahmen von Ehrenämtern & Co. Sicher gibt es im Leben eines Menschen auch mal Phasen in denen man keine Lust auf Arbeit hat, dass kann verschiedene Gründe haben. Aber die allermeisten wollen durchaus eine Arbeit machen die in ihren Augen einen Sinn ergibt und der ist eben nicht immer das Verdienen von Geld. Um genau zu sein denke ich das jene die sich ohne dafür Geld zu bekommen für die Gesellschaft engagieren für eben jene Gesellschaft um Welten wichtiger und wertvoller sind als alle Manager zusammen.

@sascha @stillnotlovin Jede:r soll machen was er oder sie für richtig hält. Aber nicht von meinem Geld. Jeder Mensch in Armut hat volle Unterstützung verdient. Und wer nicht arbeiten kann, muss bedingungslose Solidarität erhalten. Aber der Rest hat sich gefälligst um Arbeit zu bemühen. Ich verschenke mein Einkommen nicht an andere.

@starborn @stillnotlovin Deinem Geld? Du hast noch nie von einer offenen oder verdeckten Subvention ohne Gegenleistung profitiert? Du hast noch nie etwas von der Gesellschaft ohne Gegenleistung bekommen? Das will ich sehen!

@stillnotlovin @sascha Was hat das mit dem BGE zu tun? Genau: nichts. Ich soll damit einen Teil meines Einkommens für arbeitsunwillige Menschen abgeben. Und das mache ich nicht. Unterstützung haben Menschen verdient, die nicht arbeiten können oder Arbeit suchen. Aber nicht diejenigen, die nicht arbeiten wollen. Die können sehen, wie sie klarkommen.

@starborn @stillnotlovin Wie bitte definierst Du nicht arbeiten wollen? Ich weiß nicht ob Du arbeiten wolltest wenn Du Dich für nen Appel und nen Ei unter unwürdigen Bedingungen in Vollzeit abrackern solltest. Ober wie Du Arbeit definierst, den es gibt ja sehr viel Arbeit die nichts mit einen normalen Arbeitsverhältnis zu tun hat, keine Vergütung bekommt und trotzdem der Gesellschaft stark zu Gute kommt. Und was ist für Dich ein Grund das jemand keine Arbeit annehmen kann? Weil er körperlich behindert ist? Oder weil er an seiner bisherigen bullshit arbeit seelisch zerbrochen ist? Ich arbeite zwar auch schon einige Jahrzehnte, aber trotzdem fallen mir so viele Möglichkeiten an warum ich gewisse Arbeiten und Arbeitsangebote nicht mit der Kneifzange anfassen wollte. Und ich engagiere mich auch ehrenamtlich ohne das ich dafür Geld bekomme. Einfach weil ich es für richtig halte und der Gesellschaft etwas zurückgeben will. Und nun? Und um Dich ein wenig zu erschrecken, ich kenne Menschen die leben auf HartzIV und stecken jede Woche mehr als 50 Stunden in ehrenamtliches Engagement weil sie das für sinnvoller als einen bezahlten Job halten. Die haben nach Deiner Definition dann auch keine Unterstützung verdient, weil sie das nicht sausen lassen um sich irgendwo ausbeuten zu lassen. Sorry über so was kann ich mich nur aufregen!

@sascha @stillnotlovin Und weil jemandem seine Arbeit nicht gefällt, soll ich ihn von meinem Gehalt subventionieren? LOL. Pech gehabt, würde ich sagen.

@starborn @sascha @stillnotlovin es geht meist nicht darum ob einem Menschen seine Arbeit gefällt. Meist tut sie das ja, wenn nicht werden Menschen oft un Jobs 'gezwungen' für die sie nicht geeignet sind. Auf der anderen Seite hast du Menschen die ihren job mit viel liebe machen, dafür aber nicht viel erhalten. Sie leiden unter schlechten Arbeitsbedingungen, unsolidarischen verhalten Gesellschaft und ähnlichen Dingen.

@nac @sascha @stillnotlovin Ja, schlimm. Dafür gibt es: Gewerkschaften, Fort- und Weiterbildungen, andere Arbeitgeber und so weiter. Wenn einem etwas nicht gefällt, muss man offenkundig etwas ändern. Aber eben nicht von meinem Geld leben.

@starborn @sascha @stillnotlovin welche Gewerkschaft setzt sich für die $dinge von Menschen ohne Arbeit ein? Welche Gewerkschaft sorgt für ausreichend personal und Vergütung im sozialen Bereich?

Ich verstehe deine Forderung und Stimme ihr teils auch zu. Die Realität ist aber seit Schröder eine andere.

@starborn @stillnotlovin @sascha Deine Einstellung erinnert mich an die von Richard in diesem Comicstrip. Ich frage mich, ob Dein Leben ähnlich wie seins verlaufen ist und Du einfach gelernt hast, Leute zu verachten, die andere Voraussetzungen haben als Du

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@sascha @torsten_torsten @stillnotlovin Schön zu sehen, dass Du einfach gleich beleidigend wirst, anstatt eines der Argumente aufzunehmen. Aber, ok: jeder so, wie er eben Intellektuell kann.

@starborn Wen meinst Du mit "... dass Du einfach gleich beleidigend wirst..."? Mich? Falls ja: wieso fühlst Du Dich durch den Comicstrip beleidigt? Versteh ich nicht, würd's aber gerne.

@starborn
Du verschenkst dein Einkommen auch jetzt schon an andere. Indem du per Steuer Dinge finanzierst, die dir gar nicht oder anderen überproportional zugute kommen. So funktioniert das eben. Ist doch toll! Dass sich Leute mit BGE nen Lenz machen, hmm, weiß nicht. Niemand den ich persönlich kenne würde da drunter fallen. Daher tu ich mich schwer, das einem signifikanten Anteil zu unterstellen. Wenn ich BGE kriegen würde, würde ich FOSS Entwickler werden.
@sascha @stillnotlovin

@grob @stillnotlovin @sascha Ja, ich finanziere per Steuer Dinge, die mir nicht zugute kommen. Das hat aber exakt gar nichts mit einem BGE zu tun. Und wenn Du FOSS Entwickler werden willst, ist das schön für Dich. Vielleicht spende ich sogar für Dein Projekt. Aber ganz sicher nicht per Zwang über meine Steuern. Das Leben ist kein Wunschkonzert.

@starborn
Ich finde BGE sollte man ausprobieren. Man kanns ja lassen, wenns nicht die gewünschten Resultate bringt. Aber es nicht zu versuchen angesichts der Chancen...
@stillnotlovin @sascha

@grob @sascha @stillnotlovin Nein, die Resultate sind irrelevant — schon die Idee des BGE beendet die gesellschaftliche Solidarität. Das BGE kündigt die Idee des Füreinander Einstehens grundsätzlich auf. Geld fließt in eine Richtung und es wird vom Empfänger keine Gegenleistung mehr erwartet. Das ist, im wahrsten Sinne des Wortes: asozial.

@starborn @grob @sascha @stillnotlovin die gleiche Argumentation könnte man auf Wohngeld oder Rente anwenden. Das sind nur mal so 2 Sozialleistungen die wir haben bei denen es jetzt schon so ist.

OK eine Anforderung gibt es: du musst das Anrecht darauf haben.

@nac Genau. Und das ist der springende Punkt: wer Hilfe benötigt, soll sie selbstverständlich bekommen — ohne jede Bedingung oder Einschränkung. Wer aber keine Hilfe benötigt, soll auch von mir kein Geld bekommen sondern gefälligst arbeiten gehen oder sich darum bemühen. Ganz einfach.

@starborn oh OK Punkt für dich. In meinem kleinen Kopf ist es völlig OK wenn sich ein Mensch dazu entschließt lieber zuhause zu sein, ein Ehrenamt zu machen oder was auch immer. Ich wünsche mir einfach das jeder Mensch selbst wählen kann was er:sie tun möchte. Damit das funktioniert muss entweder unser bestehendes Sozialsystem angepasst oder aber sowas wie das bge kommen. Mir gefällt der Gedanke des bge nicht da es eine einzige Sozialleistung ist die alle anderen ersetzen möchte.

@starborn das ist viel macht und kann schnell kaputt gehen.

Nichts desto trotz bin ich davon überzeugt das sich Menschen produktiver in unserer Gesellschaft einbringen wenn man ihnen die existenziellen Ängste nimmt.

@starborn
Ja, ok, wenn Resultate irrelevant sind, ist hier für mich Schluss mit diskutieren.
@sascha @stillnotlovin

@stillnotlovin Ja.Armut kann jeden treffen, auch ganz zufällig. Ja, auch solche, die vorgesorgt haben. Deshalb bin ich für ein BGE, dass ein menschenwürdiges Leben möglich macht und nicht nur mit dem finanziellen Minimum. Warum? Auch als Nichtarbeitender bleibst du Teil eines voneinander abhängigen Systems. Ein auskömmliches BGE ist also eher ein Wirtschaftsförderungsprogramm. Woher kommt das Geld dafür?
-Sozialleistungen können weitgehend entfallen.
-Steuerschlupflöcher stopfen.

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